Sprachlich wird Angst auf das indogermanische "engh" zurückgeführt, was übersetzt "eng" bedeutet. Damit ist ein mit Beengung verbundenes unangenehmes Spannungsgefühl gemeint.
Definition
Angst stellt keine physische Größe im naturwissenschaftlichen Sinne dar, sondern ist eher als hypothetisches Konstrukt, als brauchbare Erklärung für bestimmte wahrnehmbare Phänomene zu verstehen.
"In der Psychologie wird Angst als unlustbetonter, mit Beklemmung (in der Brust und Herzgegend lokalisiert), Bedrückung, Erregung, oft auch quälender Verzweiflung einhergehender Gefühlszustand oder Affekt verstanden, hervorgerufen durch jede real erlebte oder auch bloß vorgestellte, häufig nicht einmal voll bewusste Lebensbeeinträchtigung oder -bedrohung. Wie jeder starke Affekt ist die Angst von auffallenden körperlichen Symptomen (erhöhte Pulsfrequenz, Atemnot, Schweißausbruch, Zittern, gesteigerte Blasen- und Darmtätigkeit) begleitet, verbunden mit einer Minderung oder Aufhebung der willens- und verstandesmäßigen Kontrolle der Person über sich selbst."
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Funktion
Obwohl wir Angst als eine unangenehme Emotion erleben ist sie im Grunde eine lebensnotwendige Funktion unseres Körpers. Sie dient uns als Warnsignal vor möglichen Bedrohungen.
Im Laufe der Evolution konnte der Mensch über das nackte Angstempfinden hinaus, die dabei frei werdende Energie lenken, um möglichst effektiv der Gefahr zu begegnen. So war es ihm irgendwann beispielsweise möglich, sich bei einem Angriff eine alternative Abwehrmethode einfallen zu lassen, statt einfach nur wegzurennen. Dies lässt erkennen, dass Angst nicht nur eine lebensnotwendige, sondern auch eine lebenserhaltende Funktion hat, denn bei dem genannten Beispiel war die Furcht vor dem Angriff die Triebfeder, sich eine adäquate, passende Handlungsstrategie einfallen zu lassen.
Durch wachsende Vorstellungskraft und Denkvermögen können wir neben tatsächlichen Gefahren aber auch abstrakte und bzw. oder eingebildete Bedrohungen wahrnehmen, wie u. a. Schuldzuschreibungen, oder Angriffe auf unser Selbstbewusstsein. Hier dürfte dann nicht ganz klar sein, ob nicht vor allem die eingebildeten Bedrohungen und die daraus resultierenden Ängste zu unverhältnismäßigen oder unangepassten Verhaltensreaktionen führen.
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